Verborgene Beziehungsdynamiken sichtbar machen - Start 03/2027
In einer Aufstellung geschieht oft etwas Überraschendes. Menschen nehmen Gefühle, Impulse oder Beziehungsmuster wahr, die sie sich zunächst nicht erklären können. Genau darin liegt die besondere Kraft der Aufstellungsarbeit.
Menschen handeln nicht nur aus dem, was sie bewusst wissen. Familiäre Prägungen, unbewusste Loyalitäten, Bindungserfahrungen und generationsübergreifende Muster beeinflussen Beziehungen oft stärker, als ihnen bewusst ist. Genau hier setzt die Gestalt-Systemische Aufstellungsarbeit an.
Die Weiterbildung verbindet die phänomenologische Haltung der Gestalttherapie mit systemischer Aufstellungsarbeit, tiefenpsychologischem Verständnis, Körperwahrnehmung und traumasensiblem Arbeiten. Sie vermittelt keine starren Regeln oder vorgegebenen Lösungsbilder. Stattdessen lernen Sie, Aufstellungen dialogisch, verantwortungsvoll und prozessorientiert zu leiten.
Die Ausbildung richtet sich an Gestalttherapeut*innen sowie an Therapeut*innen anderer humanistischer Verfahren, die ihr therapeutisches Repertoire erweitern möchten. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung, therapeutische Haltung und professionelles Handwerk. Sie lernen, Aufstellungen im Einzelsetting und in Gruppen anzuleiten, Anliegen sorgfältig zu klären, komplexe Familiendynamiken zu verstehen und Aufstellungsprozesse sicher zu begleiten.
Ein besonderes Merkmal der Weiterbildung ist ihr praxisnahes Ausbildungskonzept. Jeder Ausbildungsblock verbindet einen offenen Aufstellungstag mit einem geschützten Vertiefungstag. Am Samstag erleben Sie reale Aufstellungsprozesse mit externen Klient*innen.
Am Sonntag werden diese Erfahrungen gemeinsam reflektiert, theoretisch eingeordnet und methodisch vertieft. Dadurch entsteht ein unmittelbarer Bezug zwischen Praxis, Theorie und eigener Entwicklung.
Die Weiterbildung umfasst fünf individuell absolvierte Wochenendblöcke. Der Einstieg ist zu jedem Wochenende möglich. Nach fünf vollständig absolvierten Ausbildungswochenenden erhalten Sie Ihr Zertifikat.